Ganztägige Fortbildung zum Thema Demenz  mit Schwerpunkt Pflegekonzepte

 

Demenz ist – nach ICD Klassifizierung und Beschreibung – ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Sprechen und Urteilsvermögen im Sinne der Fähigkeit zur Entscheidung. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Gefühle sind nicht gestört.

Jenseits der medizinischen Klassifikation fangen die Herausforderungen für die Pflege und Betreuung dementiell erkrankter Menschen aber erst an.

Um hier eine Orientierung für Pflegekräfte, aber auch insbesondere für Pflegedienstleitungen und Heimleitungen zu vermitteln, sind Pflegekonzepte ein wichtiger Rahmen.
Im Seminar werden die wichtigsten aktuellen Pflegekonzepte anschaulich dargestellt und vermittelt.

Darüber hinaus werden die philosophischen und weltanschaulichen Hintergründe der unterschiedlichen Pflegekonzepte genauer kritisch beleuchtet und analysiert.

Die Fortbildung beinhaltet die folgenden Themen (je nach Bedarf können individuell Schwerpunkte gesetzt werden):

  • Demenz – was ist das? Definition, Zahlen, Daten und Fakten
  • Alzheimer Demenz, Vaskuläre Demenz, Morbus Parkinson, Korsakow-Syndrom  – verschiedene Ursachen – gleiche Endstrecke
  • Diagnostik und Diagnoseinstrumente
  • Dementielle Folgen als Herausforderung für die Pflege
  • Gewalt gegen dementiell erkrankte Menschen und Gewaltprävention
  • Unterstützung der Angehörigen
  • Wohnformen (fakultativ)

 

  • Pflegekonzepte: Ihre Bedeutung und ihre Reichweite
  • Validation nach Naomi Feil – Rückkopplungsschleifen auf Gefühlsebene: Ein erster Ansatz kritisch reflektiert
  • Der Personzentrierte Ansatz von Carl Rogers, Tom Kitwood und Marlies Pörtner als gute Umgangsform mit dementiell erkrankten Menschen
  • Mäeutisches Pflegekonzept nach Cora van der Kooij (Stichpunkt „Erlebnisorientierte Pflege“): ein kritischer Blick auf die Intuition
  • Selbsterhaltungstherapie (SET) von Barbara Romero: Welches Selbst erhalten wir?
  • Die Bedeutung sensorischer Integration für die Betreuung dementiell erkrankter Menschen

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